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  Adventskonzert 2014  
     
  07.12.2014:
Musikalischer Plätzchen-Teller



Traditionelles Schlussbild: Wenn die Blechbläser des Posaunenchores hinter den anderen Chören und Solisten der Gemeinde ihre Instrumente gen Himmel strecken, dann reagieren sie damit nicht nur auf den Applaus der Konzertbesucher. Sie zeigen auch, zu wessen Lob ihre Instrumente erklingen.

Die Christuskirche bot in diesem Jahr Raum für eine Vielzahl an Adventskonzerten, doch der heimliche Höhepunkt wurde am 2. Adventssonntag von den eigenen Chören und Solisten der Gemeinde gestaltet. Pfarrer Heinz Geyer hatte nach dem rund einstündigen Adventskonzert in dieser Hinsicht erneut einen passenden Vergleich parat: „Bei unseren Konzerten geht es mir wie beim Plätzchen-Essen: Es schmecken alle hervorragend, doch die eigenen sind und bleiben die besten!“

Der begeisterte Schlussapplaus und die minutenlangen stehenden Ovationen der zahlreichen Konzertbesucher verliehen dieser Einschätzung des Adventskonzertes zusätzlich Nachdruck. Zuvor hatten die Chöre und Solisten der Gemeinde ein Programm präsentiert, das abwechslungsreicher nicht hätte sein können. Und doch fanden alle Beiträge in der hohen musikalischen Ausdruckskraft und in der dahinter liegenden Botschaft ihren gemeinsamen Nenner: „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt machet hoch, damit der König der Ehren einziehe!“ So erklang es bereits zum Auftakt durch den Posaunenchor.

Dabei wurden durch die Auswahl der Stücke nicht nur die unterschiedlichsten Gefühlswelten - von meditativer Besinnung der Adventszeit bis hin zur kindlichen Vorfreude auf das Weihnachtsfest - bedient. Vielmehr machte auch die Vielfalt der eingesetzten Instrumente und Stimmfarben diesen musikalischen „Plätzchen-Teller“ so abwechslungsreich und appetitlich.

Der Posaunenchor gestaltete unter der Leitung von Thomas Meyer zwar wie gewohnt die festlichen Klänge durch Johann Heinrich Lützels „Machet die Tore weit“ oder bei Jochen Riegers „Joy to the world“, zeigte sich aber beim „Weihnachts-Wiegenlied“ von John Rutter von seiner einfühlsamen und getragenen Seite. Höhepunkt war die rhythmisch versierte Darbietung des „Jauchzet laut!“ aus der Feder von Matthias Nagel, das die Konzertbesucher nur allzu gerne mit dem gemeinsam gesungenen „Tochter Zion“ beantworteten.

Und auch beim Flötenchor war Vielfalt Trumpf. Den barocken Tänzen von Louis Couperin und Johann Heinrich Schein folgten beispielsweise wenig später Swing- und Jazz-Elemente, als sich der Chor unter der Leitung von Susi Schliefer an „Frosty, the snowman“ wagte. Das Besondere dabei: Alle diese rhythmischen Herausforderungen wurden auch von den Jüngsten, den „Flöten-Mäusen“, mit Bravour gemeistert. Das erzeugte Klangbild wirkte ungemein ausgewogen und warm.

Neue, modernere Wege bestritt der Chor „QuerBet“ unter der Leitung von Dr. Friedrich Flierl. Durch die Begleitung von Thomas Meyer am Klavier erhielten die Gospel-Arrangements zu „Good news“ oder „Rise up sheperd and follow“ eine besonders beschwingte Note. Im wahrsten Sinnes des Wortes „klassisch“ fiel hingegen das einfühlsame vorgetragene „Andante“ von Wolfgang Amadeus Mozart aus. Hierfür verantwortlich zeigten sich Thomas Meyer am Klavier und Susi Schliefer an der Querflöte mit der gewohnt hohen musikalischen Präzision.

Absoluter Höhepunkt des Konzertabends war aber der Auftritt einer jungen Dame, deren musikalische Wurzeln in dieser kirchenmusikbegeisterten Gemeinde liegen: Katharina Flierl, mittlerweile Studentin an der Hochschule für Musik in Würzburg, sorgte mit ihrer glasklaren und zugleich warmen Stimme für echte Gänsehaut-Momente. Bei hellem Kerzenschein ließen sich die Konzertbesucher endgültig in die Besinnlichkeit der Adventszeit entführen. Ihr breites gesangliches Repertoire stellte die Burgkunstadterin beispielsweise durch „Sweet was the song, the virgin sang“ und „Mariä Wiegenlied“ von Max Reger unter Beweis. Am Ende waren sich alle Konzertbesucher einig: Von Katharina Flierl wird noch viel zu hören sein – hoffentlich möglichst oft in der Christuskirche.

Die musikalischen Beiträge zur Advents- und nahenden Weihnachtszeit wurden durch passende Lesungen noch inhaltlich vertieft. Pfarrer Geyer bedankte sich zum Abschluss bei allen Mitwirkenden, indem er ihnen mitteilte: „Durch euch sind wir heute der Krippe im Stall ein großes Stück näher gekommen!“





Echter Höhepunkt: Mit Katharina Flierl erklang eine Stimme in der Christuskirche, die ihre musikalischen Wurzeln in unserer Gemeinde hat. In Begleitung von Thomas Meyer an der Orgel sorgte die Musikstudentin für die wohl eindrucksvollsten Momente des diesjährigen Adventskonzerts der Chöre und Solisten.

 
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