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  Frühlingskonzert 2012  
     
 

20.05.2012:
"Alles was Odem hat, lobe den HERRN"



Am Ende des Konzertes stellten sich alle Mitwirkenden im Altarraum der Christuskirche dem lang anhaltenden Applaus der begeisterten Konzertbesucher

Einen musikalisch überaus bunten „Frühlingsstrauß“ präsentierten die Chöre und Solisten der Evangelischen Kirchengemeinde im Rahmen ihres diesjährigen Frühlingskonzertes in der Christuskirche. Gerne kamen die zahlreichen Musikerinnen und Musiker sowie die Sängerinnen und Sänger der Aufforderung des 150. Psalms nach, die Pfarrer Heinz Geyer an den Beginn des Konzertes gesetzt hatte: „Alles, was Odem hat, lobe den Herren!“

Und von diesem „Atem“ (Odem) hatten die Chöre und Solisten reichlich, um auch die Motivation hinter dem eigenen musikalischen Tun zu verdeutlichen. Lied- und Arrangementtitel wie „Jesus, wir sehen auf dich“ und „Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehen“ vermittelten sowohl textlich als auch durch das durchgängig überzeugende Klangbild das Lob Gottes – und dies in den unterschiedlichsten Variationen.

So fiel beispielsweise gleich zu Beginn das „Trumpet Voluntary“ von William Boyce durch den festlichen Klang des Posaunenchores (Leitung: Thomas Meyer) in den zeitlichen Rahmen der Barockzeit. Dieser souverän gemeisterte Auftakt wurde vom Flötenchor unter der Leitung von Susi Schliefer mit dem „Cum sancto spiritu“ von Wolfgang Amadeus Mozart gekonnt aufgenommen. Sicher spielten sich die verschiedenen Stimmlagen in dem fugenartig aufgebauten Musikstück das jeweilige Leitmotiv zu und konnten sich dabei stets die eigene spielerische Leichtigkeit bewahren.

Einen nicht-alltäglichen aber wohl gerade deshalb so herrlich erfrischenden musikalischen Spagat wagte dann im direkten Anschluss der Chor „QuerBet“, der sich zusammen mit seinem Leiter Dr. Frieder Flierl einmal mehr den fröhlichen geistlichen Liedern Afrikas widmete. Die Zuhörer hatten somit gerade noch die leichten Klänge Mozarts im Ohr, als „QuerBet“ mit schwerem Trommelklang zum Sprung auf den schwarzen Kontinent ansetzte. Die seh- und hörbare Freude am Verkünden der christlichen Botschaft machte es dem Publikum leicht, diesen Sprung mitzuwagen. Hierzu lieferten beispielsweise „Sanna, sananina“ oder das später folgende „Upendo wa Bwana“ herzerfrischende Melodien, die sich mit den eher besinnlichen Klängen von „Bwana U“ überzeugend abwechselten.

Ganz anders gestaltete sich dann wieder ein weiterer Höhepunkt des Konzertprogramms. Denn Susi Schliefer (Querflöte) und Thomas Meyer entführten die Zuhörer mit den beiden Sätzen „Andante non troppo“ und „Allegro“ von Carl Stamitz zurück in das 18. Jahrhundert. Die musikalische Leichtigkeit des „Vorprogramms“ blieb aber erhalten. Dies lag vor allem an dem zauberhaften Spiel Susi Schliefers an der Querflöte. Einmal mehr verband sie technische Perfektion mit hohem musikalischem Ausdrucksvermögen und absolvierte im Zusammenspiel mit der sicheren Orgelbegleitung zugleich ein Pensum, das an einen musikalischen Marathon erinnerte. Denn beide Sätze forderten den Solisten auch große Ausdauer ab. Dass trotz der beachtlichen Länge der beiden Stücke keine „Langeweile“ aufkam, unterstrich nur die hohe musikalische Qualität des Vortrags.

Somit schloss sich langsam der Kreis der musikalischen Zeitreisen. Lediglich das wenig später folgende „Trumpet voluntary“ von John Stanley stand dann noch in der Tradition der klassischen Kirchenmusik, die in dem festlichen Klang der Trompeten und Posaunen einen angemessenen Klangkörper fand. Anschließend übernahm dann endgültig die zeitgenössische Kirchenmusik den Chorraum der Christuskirche. Das durch den Posaunenchor herrlich romantisch klingende „Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehen“ von Hans J. Eißler ging dabei ähnlich unter die Haut, wie das „Devotion“ von Manfred Schlenker, das der Flötenchor dem Titel gemäß mit großer „Hingabe“ präsentierte. Das Vorspiel und das Choralarrangement zu „Danke für diesen guten Morgen“ von Richard Roblee offenbarten dann die rhythmische Welt des „Ragtime“, die die Holzbläser mit großer Sicherheit umsetzten. „Getoppt“ wurde all dies nur noch durch den abschließenden Beitrag des Posaunenchores, der mit dem „Praise Medley“ von Hans J. Eißler einen gebührenden Schlussakzent setzte. Melodien verschiedener zeitgenössischer Kirchengesänge wurden durch variantenreiche Übergänge und Arrangements zusammengefügt, wodurch sich eine mitreißende Klangkulisse aufbaute, die den Blechbläsern auch konditionell alles abforderte. Der lautstarke und lang anhaltende Schlussapplaus der Zuhörer belohnte alle Mitwirkenden aber auf eine angemessene Art und Weise.

Pfarrer Heinz Geyer dankte den Ausführenden für die hohe Musikalität, die dargebotene Vielfalt und vor allem für das so überzeugende Zeugnis von Gottes Herrlichkeit.

In diesen Dank stimmten zum Abschluss auch die Konzertbesucher mit ein, als man gemeinsam das „Singt Amen und preiset Gott, den Herrn“ zum Besten gab.




Der Flötenchor unter der Leitung von Susi Schliefer bewies, dass man mit großer Leichtigkeit zwischen den verschiedenen Musikstilen wechseln kann


 

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